Ali Baba et les 40 voleursCompagnie La Cordonnerie

Kino-Theater

[Ali Baba und die 40 Räuber]
Die unglaublich einfallsreiche Compagnie La Cordonnerie, eine große Spezialistin des Kino-Theaters, hatte ihre diebische Freude an der Adaption des berühmten Märchens aus Tausendundeiner Nacht. In dieser burlesken, schrägen Version gibt es keinen Palast, keinen Kalifen und auch keinen Gewürzmarkt: Die Geschichte wird in die 60-70er Jahre versetzt und entwickelt sich zu einem regelrechten Italo-Western. Ali Baba und sein Bruder Kasim betreiben eine alte Tankstelle irgendwo am Ende der Welt. Nur selten kommt mal ein Auto vorbei, und der Alltag bietet nichts als gähnende Langeweile… Zum Glück gibt es die Vorabendserien im Fernsehen. Eines Abends nähern sich in einer immensen Staubwolke vierzig Motorradfahrer auf ihren röhrenden Maschinen! Während der Stummfilm, der komplett von La Cordonnerie gedreht wurde, auf der Leinwand läuft, sorgen auf der Bühne vier Musiker-Erzähler-Geräuschmacher in Echtzeit für alle Geräusche, Stimmen und den Original-Soundtrack dieses unwahrscheinlichen Epos. Mit Wagemut, Humor und einem überreichen Fundus an genialen Einfällen vereint dieser Ali Baba und die 40 Räuber mit Bravour Kino und Theater. Unbedingt anschauen!

Compagnie La Cordonnerie
Die Compagnie La Cordonnerie wurde 1997 um Métilde Weyergans und Samuel Hercule in Lyon gegründet. Ihre Arbeit wird durch genreübergreifende Produktionen geprägt, die Theater, Kino und Musik vermischen, und die sie „Ciné-spectacle“ (Kino-Theater) nennen. Seit 2002 widmet sich die Compagnie dem Umschreiben und Adaptieren von Märchen (Blaubart, Hänsel und Gretel, Schneewittchen, etc.). Diese Texte sind Materialien von unerschöpflichem Tiefgang und Reichtum und in den modernen, schrägen Versionen für jedes Publikum geeignet. Die Adaptionen beginnen mit der Produktion eines Stummfilms.  Dieser wird projiziert und von den Musikern, Schauspielern und Geräuschmachern begleitet, die live auf der Bühne die Klangwelt des Films entstehen lassen, dank einer Vielzahl von Instrumenten und bunt zusammengewürfelten Gegenständen. Kino und Theater greifen so ineinander und erwecken ein hybrides Bühnenwerk zum Leben, in dem technische Innovation (Ton, Bild, Immersion der Zuschauer) und künstlerischer Geist Hand in Hand gehen. Die Compagnie La Cordonnerie betreibt im Rahmen ihres künstlerischen Projektes eine wahrhafte Suche nach dem Durchlässigmachen der verschiedenen Genres, aber auch der Konzepte „Theater für junges Publikum“ und „Theater für Erwachsene“. Jede Produktion versteht sich wirklich als „offen für jedes Publikum“, denn jeder kann hier seinen eigenen Einstiegspunkt finden. Für die Compagnie bedeutet in Richtung junges Publikum arbeiten vor allem Stücke zu entwickeln, die sich an alle richten, verschiedene Nuancen und Elemente und unterschiedliche Lesarten enthalten, mit denen sich jeder eine Geschichte zueigen machen, erschauern oder sich anrühren lassen kann, egal wie alt er ist, aus welcher Kultur er kommt und welche Lebenserfahrungen er mitbringt. Seit 2005 wurden die Stücke des Repertoires von La Cordonnerie insgesamt mehr als 1.500 Mal gespielt, in ganz Frankreich und international.

www.lacordonnerie.com


Idee, Drehbuch Métilde Weyergans, Samuel Hercule
Regie Samuel Hercule
Künstlerische Leitung Métilde Weyergans
Musik Timothée Jolly
Bühnenbild Bérengère Naulot, Luc Vernay
Bildregie Tibo Richard
Kostüme Rémy Le Dudal
Mit Samuel Hercule, Michel Le Gouis, Métilde Weyergans, Bernard Cupillard
Stimme, Geräusche Samuel Hercule / Michel Le Gouis
Stimme, Harmonika Métilde Weyergans / Pauline Hercule
Klavier, Sansula Timothée Jolly / Thomas Rolin
Schlagzeug, Gitarre Mathieu Ogier / Florie Perroud
Ton Eric Rousson
Licht, technische Leitung Johannes Charvolin / Sébastien Dumas
Booking Anaïs Germain

Produktion La Cordonnerie
Koproduktion Théâtre de Vénissieux, Théâtre de Villefranche-sur-Saône, Les Saisons/Théâtre de Givors, Service culturel de la CAPI, Maison des Arts du Léman – Thonon-Evian
Mit der Unterstützung von Région Auvergne-Rhône-Alpes, Ministère de la Culture/DRAC Auvergne-Rhône-Alpes